Umtypisieren von LKW auf Wohnmobil / PKW

So, da wir jetzt nicht mehr alleine unterwegs sind, sollten auch die Papiere des Campers in Ordnung sein. Bis jetzt sind wir ohne Probleme durch jede Kontrolle oder über jede Grenze gekommen. Offiziell geführt wurde unser Camper als LKW. Um als LKW angemeldet werden zu können, muss der Laderaum von der Fahrerkabine durch eine Wand getrennt sein. Ist diese nicht mehr vorhanden, ist es auch kein LKW mehr. Sollte es jetzt zu einem Unfall kommen, könnte die Versicherung aussteigen und würde keine Haftung übernehmen. Somit steht man dann ganz schön blöd da.

Der zweite Nachteil ist die enorme Versicherungssumme bzw. Steuer, die bei einem LKW gezahlt werden muss. Deshalb wird unser Camper jetzt auch auf dem Papier zu einem Wohnmobil. Dadurch wird der Bus wie ein normaler Klasse M1 Personenkraftwagen (Pkw), Kombinationskraftwagen (Kombis) geführt und ist somit um einiges billiger in der Versicherung.

Heute war es dann endlich so weit und ich hatte einen Termin bei der Landesregierung. Ich habe mir viele Gedanken darüber gemacht, ob das so einfach funktionieren würde. Umso schöner war es, als ich den zusätzlichen Zettel in den Typenschein eingeheftet bekommen habe. Seit dem heutigen Tag ist unser Camper auch wirklich ein Wohnmobil.

Umtypisieren von LKW auf Wohnmobil

Voraussetzungen- Umtypisieren von LKW auf Wohnmobil

Der Staat Österreich, in unserem Falle Niederösterreich, macht ein paar Vorgaben, was in einem Wohnmobil alles verbaut sein muss, um als Wohnmobil typisiert werden zu können.

  1. eine Schlafmöglichkeit – ein fest verbautes Bett oder eine Sitzgruppe, die zu einem Bett umfunktioniert werden kann.
  2. eine fest verbaute Kochstelle. Das machte uns etwas Kopfzerbrechen, da wir nur unseren mobilen Kocher verwenden. Wir haben keine Kochstelle fix verbaut.
  3. Eine Anschlussmöglichkeit für Landstrom. Hier muss nur eine Anschlussdose verbaut werden. Ob diese angeschlossen ist oder nicht ist völlig egal.
  4. Bei einem festen Gaseinbau ist eine aktuelle Gasprüfung vielleicht ganz hilfreich
  5. Einen Wiegezettel um das neue Gewicht bestätigen zu können.

Das war auch schon wieder alles. Wenn jetzt alles ordentlich gemacht ist, steht der Ummeldung nichts mehr im Weg.

Wichtig!! NOVA nachzahlen bei Umtypisieren von LKW auf Wohnmobil

Wichtig ist noch zu wissen, dass bei einer Änderung des Fahrzeugtypes die Nova nachgezahlt werden muss. Nach dem Umtypisieren von LKW auf Wohnmobil bei der Landesregierung kann es passieren, dass eine Anmeldesperre vorliegt. Hier vielleicht im Vorfeld abklären, was auf Dich zukommt. Der Staat möchte ja an allem etwas verdienen, warum sollte er dann hier nicht die Hand aufhalten. In unserem Fall war es vielleicht Glück und wir konnten den Bus einfach ummelden.

Die Kosten und Zeitaufwand

Die Kosten für die Ummeldung betragen in unserem Fall (April 2018) 42,20€ (ggf. + NOVA) und einen Zeitaufwand inkl. Telefonate mit Terminvereinbarung von nicht einmal drei Stunden (ohne Anfahrt).

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